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Betrug mit angeblichen Bio-Eiern: PETA stellt Strafanzeige

Heute Morgen enthüllte PETA Deutschland e.V. eine der größten Eier-Um‑ bzw. Falschetikettierungen, die es wohl je in der Bundesrepublik gegeben hat. Jeden Tag werden schätzungsweise über 300.000 Eier als Freiland‑ und Bioeier um‑ bzw. falschetikettiert, dabei werden die Hühner in einer tierquälerischen Bodenhaltung hinter einem Gitterverschlag gehalten. Der gesetzlich vorgeschriebene Auslauf fehlt komplett.

„Wenn Eier aus Bodenhaltung als Freiland‑ und Bioeier verkauft werden, dann ist das Betrug und nach unseren Recherchen verhärtet sich dieser Vorwurf“, so Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler von PETA Deutschland e.V. heute morgen in Berlin.

Der Tierrechtsorganisation liegt umfangreiches Videomaterial aus zwei Betrieben der Firma Landkost in Spreenhagen und Bestensee vor. Die Aufnahmen dokumentieren nicht nur den fehlenden Auslauf sondern auch die katastrophale Tierhaltung in den Hallen. Die weiteren PETA-Ermittlungen ergaben, dass die Eier der geschundenen Tiere als Freilandeier in Berliner Supermärkten, vor allem bei Kaiser’s-Tengelmann (unter der Marke „Freiland-Landkost“) und EDEKA (unter der Marke „Freiland-Luisenhof“) verkauft werden.

Besonders pikant: die Eier werden zusätzlich über einen anerkannten und mehrfach ausgezeichneten Biohof in Deersheim vertrieben. Hierüber werden sie an weitere bekannte Handelskonzerne verkauft. So werden die Eier bei REWE unter der REWE Eigenmarke „Füllhorn“, bei EDEKA unter der EDEKA Eigenmarke „Bio Wertkost“, bei Coop unter der Coop Eigenmarke „Bio Coop“ und bei Penny unter der Eigenmarke „Naturgut“ angeboten. Auch der Babynahrungshersteller Hipp bezieht seine Eier von dem zweifelhaften Biohof, der offensichtlich Strohmann-Funktion hat.

„Überraschend war, dass das zuständige Veterinäramt in Spreenhagen über den nicht vorhandenen Auslauf seit längerer Zeit informiert ist“, so Dr. Haferbeck „Zusätzlich ist der Eierproduzent dem angeblich unabhängigen Kontrollsystem KAT aus Bonn angeschlossen und selbst eine der größten deutschen Tierschutzorganisationen bewirbt die Eier im Supermarkt. Hier hat offensichtlich alles versagt, was nur versagen kann“.

PETA Deutschland stellte heute Morgen Strafanzeige gegen die Firma Landkost aus Bestensee sowie gegen Biohof Deersheim GmbH.

26.11.2008 09:59
Ernährung
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Neue Regeln für Öko-Lebensmittel

Wie der Infodienst der EU gestern mitteilte, haben die Landwirtschaftsminister eine Einigung zum ökologischen Landbau und zur Kennzeichnung ökologischer Erzeugnisse erzielt. Ziel sei eine Vereinfachung für Landwirte und Verbraucher.

Die neuen Regeln umfassen eine Reihe von Einzelbestimmungen. So ist die Verwendung des EU-Logos für ökologische Erzeugung obligatorisch, doch kann es durch einzelstaatliche oder private Logos ergänzt werden. Das Öko-Logo darf nur angebracht werden, wenn mindestens 95 Prozent der Zutaten ökologischen Ursprungs sind.

Es werden auch einige Vorschriften zur Gentechnik neu geregelt oder genauer gefasst. Zwar bleibt der bewusste Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) bei Bio-Lebenmitteln grundsätzlich verboten, jedoch sind zufällige, technisch unvermeidbare Spuren von zugelassenen GVOs bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent auch bei Bio-Produkten weiterhin erlaubt, ohne dass eine Kennzeichnung erforderlich ist. Zusatzstoffe und Enzyme, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt worden sind, dürfen künftig auch bei Bio-Produkten verwendet werden, sofern solche Stoffe aus konventioneller Produktion nicht mehr erhältlich sind.

Diese Regelung der neuen EU-Verordnung lehnen die Verbände des ökologischen Landbaus ab.
Gegen die neue Öko-Verordnung haben Belgien, Griechenland, Italien und Ungarn gestimmt.

Alle Einzelheiten zur neuen Verordnung über den ökologischen Landbau und die Kennzeichnung ökologischer Erzeugnisse findet man bei der EU.

13.6.2007 13:18
Ernährung
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