Alle Beiträge mit dem Stichwort ‘Fisch’

Helgoländer Kartoffelgulasch

Zutaten

400 Gramm   Kartoffeln; festkochend
1     Zwiebel
30 Gramm   Butter oder Margarine
125 ml   Weisswein; trocken
3/4 Ltr.   Gemüsebrühe; Instant
1     Lorbeerblatt
4     Gewürznelken
2     Wacholderbeeren, nach Geschmack mehr
5     Weisse Pfefferkörner
500 Gramm   Seelachsfilet
1     Zitrone; den Saft davon
1     Salatgurke
100 Gramm   Schlagsahne
      Salz
      Pfeffer a.d.M.
1 Bund   Dill

Zubereitung

Kartoffeln schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel ebenfalls schälen und würfeln, dann im heissen Fett glasig braten. Kartoffeln zufügen und kurz mitdünsten, aber keine Farbe nehmen lassen.

Wein und Brühe angiessen, mit Lorbeer, Nelken, Wacholderbeeren und Pfefferkörnern würzen und bei mittlerer Hitze 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.

Fischfilet abspülen, trockentupfen, mit Zitronensaft beträufeln und 10 Minuten ziehen lassen. Gurke schälen, der Länge nach halbieren, entkernen und würfeln.

Fischfilet in mundgerechte Würfel schneiden, mit der Gurke zu den Kartoffeln geben und 10 bis 15 Minuten garen. Die Sahne unterziehen, das Gulasch mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem gehackten Dill bestreuen.

30.10.2009 14:38
Kartoffelgerichte, Eintöpfe
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Kabeljau-Kartoffel-Eintopf mit frischem Blattsalat

Zutaten

600 Gramm   Kabeljau
1 kg   Festkochende Kartoffeln
2 mittl.   Zwiebeln
3     Knoblauchzehen
20 ml   Weisswein
1/2 Ltr.   Sahne
20 ml   Gutes Olivenöl
1     Thymianzweig
1 Stück   Rosmarin
2     Lorbeerblätter
      Blattsalate nach Wahl
      Salz
      Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden, in Olivenöl glasig dünsten, gepressten Knoblauch dazugeben. Die Kartoffeln schälen und in grosse Würfel schneiden, roh zu den Zwiebeln geben und mit Weisswein ablöschen. Kräuter hinzufügen.

Mit Sahne aufgiessen und so lange köcheln lassen, bis die gewürfelten Kartoffeln gar gekocht sind. Dann den Fisch dazugeben.

Den Eintopf langsam umrühren, bis das Fischfilet in feine Blätter zerfallen ist.

Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischem Blattsalat anrichten.

23.10.2009 12:45
Kartoffelgerichte, Aufläufe & Gratins
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WWF und TV-Koch Henssler raten zu bewusstem Fischkonsum

Der WWF und TV-Koch Steffen Henssler haben heute in dem kürzlich eröffneten Henssler-Restaurant „Ono“ den neuen „WWF-Einkaufsratgeber Fisch und Meeresfrüchte“ vorgestellt. Als gute Wahl beim Fischkauf gelten demnach Seelachs, Hering, Forelle oder Zander. Dagegen rät der WWF von Schwertfisch, Hai, Rotbarsch und tropischen Shrimps ab.

„Die Überfischung der Meere ist dramatisch. Die Verbraucher sind das Zünglein an der Waage. Wer an der Fischtheke die richtige Entscheidung trifft, betreibt aktiven Meeresschutz“, so WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper. Verbraucher sollten beim Einkauf auf das blaue Umweltsiegel des „Marine Stewardship Council“ (MSC) achten oder Bio-Fisch bevorzugen.

WWF-Meeresanwalt Steffen Henssler kündigte an, auf Fisch zu verzichten, der beim WWF rot gelistet ist. „Keine leichte Sache für einen Seafood-Koch. Roter Tunfisch beispielsweise ist unglaublich lecker. Aber den wird es bei mir nicht mehr geben, weil er rücksichtslos geplündert wird“, erklärte Henssler. „Als Fernsehkoch und in meinen Restaurants will ich den Menschen zeigen, dass man bei Fisch nicht nur auf Geschmack und Qualität, sondern auch auf die Umwelt achten muss.“

In dem handlichen Einkaufsführer für die Brieftasche bewertet der WWF 35 Wildfischarten aus über 70 Beständen sowie 10 Aquakulturarten nach einem Ampelsystem. „Im Vergleich zu unserem letzten Ratgeber können wir dem Verbraucher diesmal genauere Empfehlungen geben“, erläutert Vesper. Denn der Handel hat angekündigt, Fisch noch in diesem Jahr nach Herkunftsgebieten zu kennzeichnen. Es lohne sich, beim Einkauf genau hinzugucken.

So bewertet der WWF zum Beispiel Kabeljau aus verschiedenen Quellen: Pazifischer Kabeljau mit dem MSC-Siegel gilt ebenso als gute Wahl wie Kabeljau aus der Nordost-Arktis. Hingegen rät der WWF vom Kauf ab, wenn der Kabeljau aus den überfischten Beständen in der Nordsee oder Ostsee stammt. „Wenn die Herkunftsangabe fehlt, sollte man generell auf Kabeljau verzichten“, rät Vesper.

Das vom WWF besonders empfohlene MSC-Siegel steht für nachhaltige Meeresfischerei, bei der nicht mehr Fisch gefangen wird, als nachwächst. Heute sind bereits über 300 MSC-Produkte in deutschen Supermärkten erhältlich. Im WWF-Ratgeber ist MSC-Fisch besonders gekennzeichnet.

Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind 77 Prozent der weltweiten Fischbestände überfischt oder bis an ihre Grenzen ausgebeutet. Fast 90 Millionen Tonnen Fisch werden jährlich aus den Meeren geholt. Hinzu kommen viele Millionen Tonnen Beifang und illegal gefangener Fisch. Allein in der Nordsee verenden jährlich eine Million Tonnen Fisch und andere Meerestiere als Beifang. Sie werden sterbend oder tot zurück ins Meer geworfen. Ganze Lebensräume wie zum Beispiel empfindliche Kaltwasserkorallenriffe werden durch schweres Fischereigerät zerstört. Wissenschaftler rechnen mit einem Zusammenbruch der kommerziellen Fischerei bis 2050, wenn die bisherige Plünderung der Meere unverändert weitergeht.

Die Krisenmeldungen aus den Ozeanen haben längst auch die Bürger erreicht. Laut einer vom WWF in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage sehen 87 Prozent der Deutschen die Überfischung der Ozeane mit großer Sorge.

Leider bietet auch die weltweit boomende Aquakultur häufig keine umweltfreundliche Alternative, berichtet der WWF. So sollte man zum Beispiel auf chilenischen Lachs verzichten. Für diese Zuchten würden ganze Küstenstriche zerstört. Hingegen könne man Bio-Lachs aus Irland, Schottland oder Norwegen ohne Reue genießen. Verbraucher sollten beim Kauf von Zuchtfisch auf das Naturland‑ oder das Bioland-Label achten.

Interessierte können den WWF-Einkaufsratgeber Fisch und Meeresfrüchte im Internet unter www.wwf.de/fisch herunterladen. Der Ratgeber kann auch gegen Einsendung eines mit 55 Cent frankierten Rückumschlages per Post angefordert werden. Anschrift: WWF, Infoservice, Rebstöcker Str. 55, 60326 Frankfurt

9.2.2009 13:24
Ernährung
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Rotbarsch-Nudeln

Zutaten

      Rotbarschfilets a 100–120 g
300 Gramm   Nudeln (Fettucine, Spaghetti, Tagliatelle)
 
      SUD
1 gross.   Fenchelknolle
1 gross.   Gemüsezwiebel
1 Bund   Frühlingszwiebeln
1     Knoblauchknolle, ganz – halbiert
1 Ltr.   Wasser
0,2 Ltr.   Weisswein, trocken
2 Essl.   Noilly Prat (Vermouth)
2 Essl.   Pernod
2     Lorbeerblätter
      Olivenöl
1 Essl.   Fenchelkörner
1 Essl.   Schwarzer Pfeffer
1/2 Essl.   Meersalz
 
      UND
4     Tomaten ohne Strunk
1 Bund   Petersilie

Zubereitung

Rotbarschfilets nach Gräten abtasten und gegebenenfalls entfernen und die Filets salzen. Nudeln "bissfest" kochen.

Für den Sud:

Fenchel vom Mittelkern entfernen und in Streifen schneiden, Fenchelgrün hacken. Frühlingszwiebeln ganz verarbeiten – das Weisse grob hacken, den grünen Teil sehr fein. Zwiebel schälen und würfeln und die ganze Knoblauchknolle halbieren. In einem breiten Topf alles Gemüse in Olivenöl andünsten und mit Wasser, Wein, Pernod und Vermouth ablöschen. Mit Pfeffer, angedrückten Fenchelkörnern und Salz würzen, gehacktes Fenchelkraut dazugeben. Alles 10 Minuten köcheln lassen.

Auf diesen Sud legt man die Rotbarschfilets und die vorgekochten Nudeln. Dann Deckel drauf und 15 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen.

Nun Tomaten vom Strunk befreien und mit Petersilie klein hacken; nach der Garzeit über Nudeln, Rotbarsch und Sud geben. Alles vorsichtig durchmengen, auf einer grossen Platte anrichten und mit Weisswein verputzen.

19.11.2008 10:01
Pastagerichte
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Pasta mit Fisch und Blutwurst

Ein typisches Tim Mälzer Gericht: Hört sich in dieser Kombination merkwürdig an, schmeckt aber super:

Zutaten

1/2     Gemüsezwiebel
1     Säuerlicher Apfel
400 Gramm   Blutwurst
30 Gramm   Butter
1 Teel.   Gehackter Majoran
150 ml   Trockener Cidre oder Weisswein
250 ml   Schlagsahne
      Salz und Pfeffer aus der Mühle
400 Gramm   Pappardelle oder andere Bandnudeln
500 Gramm   Seeteufelfilet
3 Essl.   Öl

Zubereitung

Zwiebeln pellen und fein würfeln. Apfel schälen, entkernen und fein würfeln. Von der Blutwurst vier Scheiben abschneiden. Die restliche Wurst aus der Haut lösen und klein hacken.

Die Butter in einer Pfanne aufschäumen. Zwiebeln, Apfel und Blutwurstwürfel hineingeben und unter Rühren 4 Minuten braten, bis sich die Blutwurst aufgelöst hat.

Majoran dazugeben, mit dem Cidre oder Weisswein ablöschen und einkochen lassen. Dann Sahne dazugeben und 3 Minuten kochen lassen.

Die Sosse mit dem Pürierstab kurz anpürieren, salzen und pfeffern.

Pasta nach Packungsanweisung kochen, abgiessen und mit der Sosse mischen.

Inzwischen den Fisch in Scheiben schneiden. 2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Fisch salzen und pfeffern und von jeder Seite 2 Minuten braten. In einer zweiten kleinen Pfanne die Blutwurstschieben im restlichen Öl braten.

Die Nudeln auf eine Platte geben, und Fisch und Blutwurst darauf verteilen.

Quelle: Tim Mälzer – VOX – Schmeckt nicht gibt’s nicht

15.11.2008 10:17
Pastagerichte
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Pasta mit Fisch nach Genueser Art

Zutaten

1     Zwiebel
2     Knoblauchzehen
1     Möhre
1 Stange   Bleichsellerie
1 Bund   Petersilie
1 Bund   Basilikum
1 Teel.   Rosmarin, frisch
6     Salbeiblätter
1 Dose   Tomaten (500 g)
1 kg   Schellfisch a. Stück
1 Essl.   Mehl
4 Essl.   Olivenöl
      Salz
      Pfeffer
1/2     Lorbeerblatt
400 Gramm   Feine Spaghetti (Nr. 3)

Zubereitung

Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen. Möhre schaben und den Sellerie putzen. Die Petersilie, das Basilikum, den frischen Rosmarin und die Salbeiblättchen abbrausen, trockentupfen und und mit dem Gemüse zusammen feinhacken. Die Tomaten abtropfen lassen und grob zerkleinern.

Den Fisch gut säubern, waschen, abtrocknen und in Mehl wenden.

In einem flachen Schmortopf das Öl heiss werden lassen und das kleingehackte Gemüse und die Kräuter kurz anbraten. Die Tomaten dazugeben, mit einer Gabel zerdrücken und zugedeckt bei geringer Hitze dünsten.

Jetzt den Fisch in den Schmortopf legen, mit dem Salz, dem Pfeffer und dem Lorbeerblatt würzen. Zugedeckt im vorgeheizten Backofen bei mittlerer Hitze (175°C) in etwa 45 Minuten garen lassen.

Inzwischen die Nudeln "al dente" kochen, abgiessen und in eine vorgewärmte Schüssel geben.

Den Fisch vorsichtig, damit er nicht zerfällt, auf einer vorgewärmten Servierplatte anrichten und 2–3 Esslöffel Sauce darübergiessen.

Die restliche Sauce durch ein Sieb über die Nudeln passieren, mit diesen gut verrühren und sofort servieren. Zum Fisch Salat oder kurz gedäpftes Gemüse reichen.

Ausser Schellfisch eignen sich auch alle anderen Fische mit festem Fleisch für das Gericht

11.11.2008 10:03
Pastagerichte
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Forellenlasagne mit Kräutersauce

Die Mengenangaben beziehen sich auf 2 Portionen:

Zutaten

8     Lasagne-Teigplatten
300 Gramm   Forellenfilet ohne Haut
500 ml   Sahne
1     Schalotte, fein geschnitten
1/2 Teel.   Koriander, gemahlen
2     Salbeiblätter, fein geschnitten
1 Essl.   Sauerampfer, fein geschnitten
1 Essl.   Wilden Schnittlauch, fein geschnitten
125 ml   Gemüsebrühe
1 Essl.   Mehlbutter
1/2     Zitrone, Saft
      Pfeffer
      Salz
      Muskat
      Butter

Zubereitung

Die Forellenfilets in Streifen schneiden und mit der Hälfte der Sahne, Koriander und etwas Salz in einen Cutter geben und zu einer Farce verarbeiten.

Für die Sauce Schalotten in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen, mit Brühe und Zitronensaft ablöschen und um die Hälfte einkochen lassen. Dann Mehlbutter untermischen und die Sauce binden. Restliche Sahne, Salbei, Sauerampfer und Schnittlauch untermischen und kurz aufkochen lassen. Die Sauce mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.

Die Lasagneblätter in Salzwasser bissfest kochen (bzw. nach Packungsanleitung vorbereiten).

Die Auflaufform mit Butter grosszügig ausfetten, Lasagneblätter einlegen, etwas Farce darauf geben und mit Sauce begiessen. Darauf wieder Lasagneblätter, Farce, Sauce und die letzten Teigplatten geben. Mit der restlichen Sauce übergiessen und bei 180°C (Ober‑ Unterhitze) ca. 20 Minuten im Ofen garen.

Quelle: Vincent Klink SWR/ARD 21.03.2001

8.11.2008 11:46
Pastagerichte
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Cannelloni mit Kabeljau und Spinat

Zutaten

300 Gramm   Kabeljau
1     Zwiebel
30 Gramm   Butter
1 Bund   Dill
      Salz
      Weisser Pfeffer, frisch gemahlen
250 Gramm   Blattspinat
1     Ei
2 Essl.   Sahne
2     Schalotten
2 Essl.   Olivenöl
1 gross.   Dose Tomaten (Abtropfgewicht 500 g)
2 Teel.   Getrockneter Oregano
1 Essl.   Mehl
300 ml   Milch
1 Prise   Muskatnuss, frisch gerieben
50 Gramm   Parmesan, frisch gerieben
12     Vorgegarte Cannelloni
      Fett für die Form

Zubereitung

Den Fisch kleinschneiden. Die Zwiebel schälen, fein hacken. 20 g Butter erhitzen, die Zwiebel darin glasig dünsten. Den Dill grob hacken. Mit dem Fisch zu dem Zwiebeln geben und etwa 5 Minuten mitdünsten. Alles pürieren, salzen und pfeffern.

Den Spinat verlesen, waschen, tropfnass bei mittlerer Hitze zusammenfallen lassen. Herausnehmen, etwas ausdrücken und grob hacken. Das Ei mit der Sahne verquirlen, den Spinat unterrühren und alles mit der Fischfarce mischen.

Die Schalotten schälen und fein hacken. Das Öl erhitzen und die Schalotten darin andünsten. Die Tomaten samt Saft dazugeben, etwa 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Oregano würzen. Den Backofen auf 200°C (Gas Stufe 3) vorheizen.

Die restliche Butter zerlassen, das Mehl darin anschwitzen, unter Rühren die Milch zugiessen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, den Parmesan unterrühren. Eine Form ausfetten. Die Canelloni mit der Fisch-Spinat-Masse füllen, hineinlegen. Mit beiden Saucen begiessen. Im Backofen (Mitte) etwa 30 Minuten backen

3.11.2008 09:26
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Wird Hering bald zur teuren Delikatesse?

Der WWF kritisiert die in Luxemburg beschlossenen Fangquoten für den Ostsee-Hering. „Europas Fischereiminister riskieren die Zukunft des Herings und damit die Zukunft vieler Fischer. Sie ignorieren zum wiederholten Male die Empfehlungen der Wissenschaft zugunsten kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen“, so WWF-Expertin Karoline Schacht. Die beschlossene Kürzung der Fangquote um 39 Prozent sei zwar ohne Zweifel eine „verdammt bittere Pille für die Fischer“, reiche aber trotzdem nicht aus, um für eine Erholung des Herings zu sorgen. Die Bestände sind aufgrund mehrerer schwacher Jahrgänge unter Druck geraten. Als mögliche Ursachen gilt neben der Überfischung auch der Klimawandel.

Der Wissenschaftliche Rat zu Erforschung der Meere (ICES) und die EU-Kommission hatten für die westliche Ostsee eine Senkung der Fangquote um 63 Prozent empfohlen. Treibende Kraft gegen diese hohe Quotensenkung war das deutsche Fischereiministerium. „Dieses Abschiedsgeschenk von Herrn Seehofer an die Fischer könnte sich noch als kostspieliger Bumerang erweisen“, so Schacht. Die Missachtung der wissenschaftlichen Vorschläge bedroht die Stabilität der Heringsbestände und könnte damit in Zukunft das Aus für weiterer deutscher Heringsfischer bedeuten, warnt der WWF.

Bei den ebenfalls beschlossenen Dorsch-Quoten haben sich die Minister hingegen an die wissenschaftlichen Vorgaben gehalten. Demnach wird die Fangquote in der westlichen Ostsee um 15 Prozent gesenkt. In der östlichen Ostsee, wo sich der Bestand langsam erholt, wird die Fangmenge hingegen um 15 Prozent angehoben. Die langsame Gesundung der Dorsch-Bestände liegt laut WWF an einem verbesserten Management und dem entschlossenen Vorgehen der EU gegen illegale Fischerei.

1.11.2008 11:06
Ernährung
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