Archiv für die Kategorie 'Ernährung'

Erste Deutsche Slow-Food-Messe

Wenn morgen (15. Juni) auf dem Stuttgarter Killesberg die Tore der ersten deutschen Slow-Food-Messe geöffnet werden, warten 203 Aussteller darauf, den Besuchern ihre Produkte vorzustellen und zu verkaufen. Zählt man die Beteiligten an den regionalen Gemeinschaftsständen hinzu, sind es noch weit mehr.

Hinzu kommen über 30 „Geschmackserlebnisse“, in denen Experten in die Geschmackswelten verschiedener Lebensmittelprodukte einführen, abendliche „Verabredungen zum Essen“ sowie „Slow Touren“ in die Umgebung. In der Vinothek der „Slow Food 2007“ präsentieren 92 deutsche Spitzenwinzer insgesamt 200 Weine.

Ergänzt wird das Angebot für den Gaumen an allen drei Tagen durch Vorträge und Diskussionsforen. Ein Schwerpunktthema ist im Kongressprogramm die gesunde Schulernährung.
Am ersten Messetag sind auch Schulklassen eingeladen.

Website: www.slowfood2007.de

14.6.2007 12:58
Ernährung, Events
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Neue Regeln für Öko-Lebensmittel

Wie der Infodienst der EU gestern mitteilte, haben die Landwirtschaftsminister eine Einigung zum ökologischen Landbau und zur Kennzeichnung ökologischer Erzeugnisse erzielt. Ziel sei eine Vereinfachung für Landwirte und Verbraucher.

Die neuen Regeln umfassen eine Reihe von Einzelbestimmungen. So ist die Verwendung des EU-Logos für ökologische Erzeugung obligatorisch, doch kann es durch einzelstaatliche oder private Logos ergänzt werden. Das Öko-Logo darf nur angebracht werden, wenn mindestens 95 Prozent der Zutaten ökologischen Ursprungs sind.

Es werden auch einige Vorschriften zur Gentechnik neu geregelt oder genauer gefasst. Zwar bleibt der bewusste Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) bei Bio-Lebenmitteln grundsätzlich verboten, jedoch sind zufällige, technisch unvermeidbare Spuren von zugelassenen GVOs bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent auch bei Bio-Produkten weiterhin erlaubt, ohne dass eine Kennzeichnung erforderlich ist. Zusatzstoffe und Enzyme, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt worden sind, dürfen künftig auch bei Bio-Produkten verwendet werden, sofern solche Stoffe aus konventioneller Produktion nicht mehr erhältlich sind.

Diese Regelung der neuen EU-Verordnung lehnen die Verbände des ökologischen Landbaus ab.
Gegen die neue Öko-Verordnung haben Belgien, Griechenland, Italien und Ungarn gestimmt.

Alle Einzelheiten zur neuen Verordnung über den ökologischen Landbau und die Kennzeichnung ökologischer Erzeugnisse findet man bei der EU.

13.6.2007 13:18
Ernährung
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EU: Bio-Kost darf genmanipuliert sein

Hört sich wie ein Witz an, ist es aber nicht. Wie ich heute beim FOCUS lesen konnte, sollen Produkte mit Bio‑ und Öko-Siegel künftig Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten dürfen, ohne dass dies angegeben sein muss. Dies wollen die EU-Agrarminister nach FOCUS-Informationen diese Woche in der neuen EU‑Öko-Verordnung festlegen.

Gleichzeitig fordert die EU die Einführung eines neuen EU-Logos für Bio-Produkte. Es soll FOCUS zufolge Produkte kennzeichnen, die mindestens zu 95 Prozent ökologisch erzeugt ist. Und die restlichen 5 %? Dürfen das dann auch irgendwelche Zusatzstoffe sein? Schönes neues Europa!

(via FOCUS )

12.6.2007 14:37
Ernährung
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Essen rund um den Globus

Eine hochinteressante Fotoserie bei TIME:
What the World Eats von Peter Menzel.

Hier wird exemplarisch gezeigt, was 15 Familien aus verschiedenen Ländern so in einer Woche verzehren und wieviel sie dafür ausgeben. Ich finde das eine spannende und faszinierende Fotostrecke. Schon beim erstmaligen Durchblättern fallen einem – neben den Preisunterschieden – die zum Teil doch beachtlichen Mengenunterschiede auf. Ausserdem sieht man deutlich, dass in den Industrieländern erheblich mehr hochverarbeitete Lebensmitel konsumiert werden.

Die Fotos sind übrigens ein Auszug aus dem Buch Hungry Planet: What the World Eats von Faith D’Aluisio und Peter Menzel.

(via kottke.org )

11.6.2007 16:30
Ernährung
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Aktionen gegen Gentechnik-Gesetz

Im Herbst 2007 wird sich wieder einmal entscheiden, ob Gentechnik auf deutschen Äckern tatsächlich die Regel wird oder ob das weiterhin verhindert werden kann. Deshalb finden jetzt bundesweit Aktionen statt, die sich gegen eine Verwässerung des geltenden Gentechnik-Gesetzes wehren…

(via naturkost.de )

Auch auf der Kampagnenhomepage www.gentechnik-stoppen.de kann man sich informieren.

www.campact.de

8.6.2007 15:55
Ernährung
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Infos zu Lebensmitteln und Gentechnik

Im Zuge der aktuellen Diskussion über die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffel „Amflora“ zeigt sich, das dieses Thema viele Menschen bewegt. Allein die Suche bei Google nach Amflora bringt fast 19.000 Treffer! Für diejenigen, die sich hierzu bzw. auch allgemeiner zu Gentechnik und Lebensmitteln informieren wollen, nachstehend einige Linke zum Thema:

Als erstes sei hier der Infodienst Gentechnik genannt: Dieser ist ein Gemeinschaftswerk von Verbänden und Organisationen der Landwirtschaft, des Umweltschutzes und der Verbraucher, die sich aktiv für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung und für den Schutz der Natur engagieren. Unterstützt wird er von Unternehmen aus der Lebensmittelwirtschaft.

Dieser Dienst liefert aktuelle News und vielfältige Hintergrundinformationen rund um das Thema Gentechnik. Dort findet sich auch ein Dossier zur Kartoffel EH92–527–1 (Amflora) mit vielen Infos und weiterführenden Links.

Als weitere Informationsquelle empfehle ich die TransGen-Datenbank. Auch hier findet sich eine Vielzahl nützlicher Infos zum Thema, bei welchen Lebensmitteln oder Pflanzen Gentechnik eine Rolle spielt. Zum Beispiel bei Kartoffeln.

Für Hinweise auf weitere nützliche Webseiten bin ich immer dankbar!

7.6.2007 12:44
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BASF und die Genkartoffeln

Ja, wie denn nun? Nach der Genehmigung an BASF zum Anbau gentechnisch veränderter Kartoffeln durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), meldet Reuters gestern folgendes: BASF rechnet mit EU-Zulassung für Gen-Kartoffel in diesem Jahr.

Heute nun lese ich in der Lausitzer Rundschau folgenden Text

Gen-Kartoffel-Anbau noch nicht in großem Stil

Der Chemiekonzern BASF wird 2007 „noch nicht“ mit dem großflächigen Anbau der Gen-Kartoffel „Amflora“ in der Nähe von Perleberg beginnen, obwohl dafür die nötige Anbaugenehmigung des zuständigen Bundesamtes vorliegt.

„Diese Auskunft haben wir von BASF“, sagte Peter Rudolph, Gentechnik-Verantwortlicher im Brandenburger Verbraucherschutzministerium, gestern der RUNDSCHAU.
Der Chemiekonzern will nahe Perleberg auf 80 Hektar – und in Mecklenburg-Vorpommern – gentechnisch veränderte Kartoffeln sähen. Sie sind nicht zum Essen, sondern wegen ihres höheren Stärkegehaltes als Industrie-Rohstoff gedacht. Die Anbaugenehmigung liegt vor. Allerdings fehlt bislang die ebenfalls nötige EU-Vermarktungsgenehmigung, so Rudolph. „Wann und ob diese erteilt wird, ist offen“.

Nun doch nicht dieses Jahr? Oder vielleicht doch? Hört sich alles ziemlich nach einem bewussten Verwirrspiel für die Öffentlichkeit an. Interessant ist nämlich der weitere Text des Artikels in der Rundschau:

Er bestätigte, dass außerdem für zwei weitere Brandenburger Standorte – in Müncheberg und Bad Liebenwalde – Anträge zur Aussaat von Genkartoffeln einer anderen, ebenfalls von BASF entwickelten und bereits in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Rheinland-Pfalz angebauten Sorte im Ministerium vorliegen. Es will diese jedoch nicht wie andere Länder im „vereinfachten Verfahren“ genehmigen.

Warten wir ab, wie es weitergeht…

5.6.2007 21:32
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Gentechnische Kartoffel-Experimente

genfoodno_small.gifNun also doch: BASF darf gentechnisch veränderte Amflora-Kartoffeln anbauen, obwohl die EU den Antrag nicht genehmigt hat. Im Einzelnen:

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat jetzt den Antrag des Unternehmens BASF Plant Science auf Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln der Sorte „Amflora“ unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Im Gegensatz dazu hatte die Europäische Zulassungsstelle für Gentechpflanzen wegen Sicherheitsbedenken gegen den Anbau einer gentechnisch veränderten Kartoffel entschieden, und deswegen den Antrag von BASF zurückgestellt. Das BVL sieht hingegen bei Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen keine Risiken für Mensch und Umwelt.

Offensichtlich interessiert sich der Staat in Deutschland tatsächlich zunehmend immer weniger für das, was die Menschen hier wollen. Denn laut Umfragen lehnt immer noch der weitaus grössere Teil der Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Statt darauf einzugehen, hilft der Bund den Konzernen noch bei der Trickserei gegenüber der EU.

Wohin der Zug fährt, geht aus dieser AFP-Meldung von vorgestern hervor:

Die deutschen Chemiekonzerne drücken beim Thema Gentechnik aufs Tempo. In sechs bis acht Jahren will BASF erste gentechnisch veränderte Lebensmittel auf den Markt bringen, wie Forschungsvorstand Stefan Marcinowski ankündigte.

„Ich freue mich schon darauf, das erste Produkt zu essen“, sagte er. Dabei werde es sich um ein Lebensmittel aus Mais, Soja oder Raps handeln. Der Chemie-Riese arbeitet mit dem US-Konzern Monsanto zusammen. Beide Konzerne hatten Ende März bekannt gegeben, bei der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen zusammen zu arbeiten.

Während bisher Resistenzen gegen Krankheiten bei diesen Pflanzen im Vordergrund standen, sollen daraus hergestellte Lebensmittel direkte Vorteile für die Konsumenten haben, etwa verbesserte Inhaltsstoffe, erläuterte ein BASF-Sprecher in Ludwigshafen. Dann, so hofft der Konzern, „steigt auch die Akzeptanz in der Bevölkerung“.

Soll er mal hoffen… Ich hoffe jedenfalls, dass die EU-Kommission die Genehmigung noch „kassiert“!

Zum Thema hier ein Artikel der TAZ: Kartoffel-Experimente

Und die Pressemitteilung des BVL

3.6.2007 22:26
Ernährung
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Spitzenpreise für Kartoffeln

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben sich Speisekartoffeln mit der letzten Ernteperiode von Frühjahr bis Herbst 2006 deutlich verteuert: Vor allem seit Juli 2006 waren überdurchschnittliche monatliche Teuerungsraten zwischen 34,1 % und 42,6 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat zu beobachten. Wesentlich für den Preisauftrieb bei Kartoffeln war, dass der saisonübliche Preisrückgang im Vergleich zu den früheren Jahren recht gering ausfiel. Ein Grund dafür dürften die außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse (lange Hitzeperiode) des Jahres 2006 sein.

Infolge der hohen Kartoffelpreise mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher auch mehr für tiefgefrorene Pommes Frites zahlen (+ 15,2 % von Juli 2006 bis März 2007). Dagegen zogen die Preise für Kartoffelchips im gleichen Betrachtungszeitraum nur leicht an (+ 2,0%).

Mit der neuen Ernte (Frühkartoffeln) kommt es saisonüblich zu erheblichen Preisanstiegen für Speisekartoffeln, so dass eine Preisentspannung bei Kartoffeln kurzfristig nicht zu erwarten ist. Auch die längerfristige Betrachtung für Speisekartoffeln relativiert die Preisentwicklung des letzten Jahres nur geringfügig: Mit einer Teuerungsrate von 33,3 % im Zeitraum 2000 bis 2006 liegt die Erhöhung der Preise für Speisekartoffeln um das dreifache über der allgemeinen Preisentwicklung der Verbraucherpreise (+ 10,1 %; darunter Nahrungsmittel: + 7,7%).

Quelle: Statistisches Bundesamt

2.6.2007 13:36
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