Ich esse unheimlich gerne! Und das eigentlich schon immer, auch wenn als Kind meine Vorlieben doch ziemlich eingeschränkt waren: Ich mochte keine Suppen, kein Gemüse oder Salate, kein Fleisch und schon gar keinen Fisch. Eigentlich mochte ich vor allem Kartoffeln in allen Variationen, wenn Fleisch, dann als Hackfleisch. Was meinen Eltern wahrscheinlich sehr entgegenkam, denn das Einkommen war in den 50er-Jahren im Ruhrpott noch ziemlich niedrig.
Pasta war in dieser Zeit ein noch unbekannter Begriff, sie hiessen Nudeln und kamen von Birkel. Hierbei reichte die Variationsbreite meistens aber nur von Nudeln mit Tomatensauce bis zu Ravioli aus der Dose. Durch den Zuzug von italienischen „Gastarbeitern“ und den ersten Reisen nach Italien lernte ich in den 60er-Jahren dann auch vielfältige Pastagerichte kennen und lieben.
Sehr früh interessierte ich mich auch für die Zubereitung der Gerichte. Bereits mit 14 Jahren besuchte ich (freiwillig) die ersten Kochkurse, was für einen Mann zu dieser Zeit noch völlig unüblich war. Einige Zeit wollte ich sogar Berufskoch werden, was ich aber glücklicherweise nicht realisierte…
Geblieben ist aber bis heute, die Faszination für (fast) alles, was mit gutem Essen und Trinken zu tun hat: Kochen, Kochbücher, die Küchenkultur anderer Länder und gutes Essen in netter Gesellschaft. Obwohl sich die Bandbreite meiner Essensinteressen stark erweitert hat, blieb auch die Leidenschaft für Kartoffel‑ und Pastagerichte. Ich könnte ohne Probleme meine gesamte Ernährung darauf umstellen…
Das liegt vor allem daran, dass die Variationsbreite der Gerichte nahezu unendlich ist und viel Raum für Improvisationen lässt. Ausserdem fallen viele Zubereitungen in die Kategorie „Einfach, schnell und unkompliziert“, was mir sehr entgegen kommt, denn trotz aller Leidenschaft gibt es Wichtigeres im Leben, als stundenlang in der Küche zu stehen. Obwohl ich, bei gegebenem Anlass, auch davor nicht zurückschrecke!
Also werde ich versuchen, in diesem Weblog mit Rezepten, Warenkunde, Tips und Tricks etc. rund um Kartoffeln und Pasta zum Nachmachen anzuregen. Auch andere Themen rund um die Ernährung werde ich sicher aufgreifen, denn obwohl ich kein Dogmatiker in Bezug auf „gesundes“ Essen bin, möchte ich zeigen, wie leicht es ist, mit (fast ausschliesslich) frischen Produkten zu kochen.
Mir jedenfalls graut vor zunehmend industriell hergestellten oder aufbereiteten Lebensmitteln mit endlosen Zutatenlisten (E-Nummern, Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen etc.). Die gesundheitlichen Langzeitwirkungen einer solchen Ernährung sind auch weitgehend bisher nicht untersucht worden! Dazu kommen zukünftig auch immer mehr genmanipulierte Lebensmittel! Grauslich!
Also lieber selber kochen, einfach loslegen, frei nach dem Sprichwort „Die Königin der Kochrezepte ist die Phantasie“ auch mal improvisieren…
Grüsse aus dem Ruhrpott
Mike B.