Der Pasta-Robin Hood
Sachen gibt’s, man glaubt es kaum. Auf jeden Fall ein Beispiel, das zum Nachmachen empfohlen werden kann. Vielleicht sollten alle Bundestagsabgeordneten mal drei Monate von Hartz IV leben…
Aber nun zur Geschichte:
Nudelfabrikant Enzo Rossi aus Ascoli geht es wirtschaftlich gut, seine Nudelfirma „La Campofilone“ wirft genügend Profit ab. Dennoch ärgert er sich über den Konsumwahn seiner Töchter. Um ihnen zu zeigen wie es ist, als „Normalverdiener“ in Italien zu leben, startete er ein Experiment.
Seine Familie sollte einen Monat lang von dem Gehalt leben, das er seinen Angestellten zahlt – etwa 1.000 Euro im Monat. Also ging Familie Rossi jetzt beim Discounter einkaufen, Shopping-Touren und das Familienessen im Restaurant wurden gestrichen. Dennoch reichte das Geld nicht. Nach nur 20 Tagen war die Familie pleite. Die festen laufenden Kosten hatten den bescheidenen Lohn schnell aufgefressen.
Gewinner des Selbstversuches sind die Mitarbeiter bei „La Campofilone“. Pasta-Chef Enzo Rossi erhöhte umgehend die Löhne aller Angestellten um 200 Euro. „Ich habe mich geschämt“, sagte der Unternehmer. „Auf das Gesamtjahr gerechnet hätten wir 120 Tage im Jahr kein Geld gehabt, und das bedeutet nicht nur arm, sondern völlig verzweifelt zu sein.“ So ein Leben wolle er seinen Mitarbeitern nicht mehr zumuten. Und die halten ihn jetzt für den „besten Chef der Welt“ und nennen ihn den „Robin Hood“ der Pasta-Hersteller.
(via tagesschau.de )
13.11.2007 15:45 von Mike B.
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Ich bin gerührt! Dass diese Erfahrung tatsächlich eine Verbesserung der Angestelltengehälter zu Folge hatte, ist ja schon erstaunlich!