Kabinett berät Gentechnikgesetz

Das Bundeskabinett berät heute die Novelle des Gentechnikgesetzes. Kleine Veränderungen werden kommen, so müssen künftig Felder mit Gen-Mais mindestens 150 Meter von anderen Äckern entfernt sein. Die Debatte um die „Grüne Gentechnik“ wird mit der Novelle aber nicht enden.

Nach Einschätzung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) wird der heute vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf für ein neues Gentechnikgesetz den Parlamenten nach der Sommerpause jede Menge Arbeit bescheren. „Der Versuch, den Sympathien der Kanzlerin für die Agro-Gentechnik gerecht zu werden und trotzdem den Ansprüchen der Verbraucher und dem Schutz gentechnikfreier Lebensmittelerzeugung zu genügen, hat etliche Unzulänglichkeiten verursacht“, befindet Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW. „Bundesrat und Bundestag sind jetzt gefordert, diese Verwerfungen zurecht zu biegen“.

Kaum echte Fortschritte wird es auch bei den Kennzeichnungsregeln für Lebensmittel geben. Lediglich für Fleisch soll die Möglichkeit eröffnet werden, ein „Ohne Gentechnik“-Siegel auf die Verpackung zu kleben, wenn den Tieren keine manipulierten Futtermittel gegeben wurde.

Einzelheiten zum Gesetzentwurf beim Informationsdienst Gentechnik

8.8.2007 13:14 von Mike B.
Ernährung
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